Immer einen Schritt voraus: Warum Uster seine Wasserversorgung immer wieder neu denken musste.
Wer heute den Wasserhahn aufdreht, macht sich kaum Gedanken darüber, woher das Wasser kommt. Genau das ist das Ziel einer guten Wasserversorgung: Sie funktioniert einfach. Doch bis dahin war es ein langer Weg.
Die Geschichte der Ustermer Wasserversorgung ist keine Geschichte eines einzigen grossen Bauprojekts. Sie ist eine Geschichte des Weiterdenkens. Immer wieder stand dieselbe Frage im Raum: «Reicht das auch noch für morgen?»
Als Uster wuchs, stieg auch der Wasserbedarf. Neue Wohnquartiere entstanden, Fabriken siedelten sich an und immer mehr Menschen waren auf eine sichere Trinkwasserversorgung angewiesen. Was gestern noch ausreichte, musste schon wenige Jahre später erweitert werden. Neue Quellen wurden erschlossen, Reservoirs gebaut, Leitungen ergänzt und das Versorgungsnetz laufend weiterentwickelt.
Dabei ging es nie nur darum, auf Veränderungen zu reagieren. Die Wasserversorgung musste ihrer Zeit oft einen Schritt voraus sein. Denn neue Anlagen entstehen nicht von heute auf morgen – sie werden Jahre im Voraus geplant.
Genau deshalb ist die Wasserversorgung heute so zuverlässig: Nicht, weil sie irgendwann fertig war, sondern weil sie sich seit über 150 Jahren immer wieder weiterentwickelt hat.
Historische Fundstücke
Kleine Geschichten aus über 150 Jahren Wasserversorgung.