Lecks sind nicht immer sichtbar – aber hörbar.

Die meisten Wasserleitungen verlaufen tief unter Strassen und Plätzen. Genau deshalb bleiben Lecks oft unsichtbar. Damit sie trotzdem möglichst schnell gefunden werden, setzt die moderne Leckortung unter anderem auf akustische Sensoren. Sie «hören» in das Leitungsnetz hinein und erfassen Geräusche, die durch austretendes Wasser entstehen können.

Doch nicht jedes Geräusch weist auf ein Leck hin. Verkehr, Pumpen oder andere Einflüsse erzeugen ebenfalls Schall. Deshalb werden die Messdaten analysiert und mit weiteren Informationen aus dem Leitsystem abgeglichen. Erst daraus entsteht ein genauer Hinweis auf die mögliche Schadstelle.

Wie dieser Prozess in der Praxis aussieht? Wir begleiten einen Mitarbeitenden von Energie Uster bei der Leckortung – vom ersten ungewöhnlichen Geräusch bis zur gefundenen Schadstelle.

So klingt ein Leck in einer Wasserleitung

Auf Spurensuche unter der Strasse

Auswerten und Einordnen
Die Messdaten werden mit weiteren Informationen aus dem Leitsystem abgeglichen, Nicht jedes Geräusch weist auf ein Leck hin. Erst die Analyse trennt Auffälligkeiten von alltäglichen Betriebsgeräuschen.
Eingrenzen
Durch den Vergleich mehrerer Informationen lässt sich die mögliche Schadstelle Schritt für Schritt lokalisieren.
Bestätigen
Zum Schluss übernehmen die Fachpersonen vom Netzbau. Sie prüfen die Situation vor Ort, stellen evtl. weitere Messungen vor Ort an, reparieren die Leitung und nehmen sie wieder in Betrieb.

Frühzeitig erkennen und handeln hilft, Ressourcen zu schützen.

Je früher ein Leck entdeckt wird, desto weniger Trinkwasser geht verloren. Gleichzeitig lassen sich Schäden an Strassen und Leitungen vermeiden und Reparaturen gezielt planen. Moderne Leckortung schützt deshalb nicht nur die Infrastruktur – sondern auch eine unserer wichtigsten Ressourcen.