Veröffentlicht 26. Oktober 2026

Uster heizt vor: Die neue Energiezentrale am Gerichtsplatz

Nach den Erfolgen in Uster Nord und Zentrum folgt der nächste Meilenstein: die neue Energiezentrale am Gerichtsplatz. Mit dem laufenden Ausbau stärkt Energie Uster ihre Pionierrolle in Sachen nachhaltige Wärme. Danijel Manojlovic erklärt, warum ökologische Fernwärme in Uster Zukunft hat.

Die Wärmeverbunde in Uster Nord und Zentrum gelten als Erfolgsprojekte. Was hat konkret dazu geführt und was bedeutet das für die Menschen, die dort wohnen?

Die Wärmeverbunde in Uster Nord und im Zentrum sind echte Erfolgsgeschichten. Möglich wurde das dank einer klaren Strategie, die Energie Uster früh entwickelt und konsequent umgesetzt hat. Viele Eigentümer*innen und Unternehmen erkannten schnell, dass Fernwärme nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich attraktiv ist. Für die Menschen vor Ort heisst das: zuverlässige, komfortable und nachhaltige Wärme. Warum lohnt sich der Anschluss für Mieter*innen, Hausbesitzer*innen oder Unternehmen? Fernwärme ist emissionsarm, wartungsarm und preisstabil. Also eine sichere und nachhaltige Lösung für die Zukunft. Eigentümer*innen sparen Investitionen in neue Heizsysteme und Mieter*innen beziehen erneuerbare Wärme mit hoher Versorgungssicherheit und können ihre CO₂-Bilanz einfach verbessern.

 

Warum lohnt sich der Anschluss für Mieter*innen, Hausbesitzer*innen oder Unternehmen?

Fernwärme ist emissionsarm, wartungsarm und preisstabil. Also eine sichere und nachhaltige Lösung für die Zukunft. Eigentümer*innen sparen Investitionen in neue Heizsysteme und Mieter*innen beziehen erneuerbare Wärme mit hoher Versorgungssicherheit und können ihre CO₂-Bilanz einfach verbessern.

Fernwärme klingt erstmal technisch. Können Sie einfach erklären, wie die Wärme aus Holzschnitzeln oder Abwärme schlussendlich in der Wohnung ankommt?

Grundsätzlich funktioniert Fernwärme so: Heisses Wasser wird zentral erzeugt und über gut isolierte Leitungen zu den angeschlossenen Gebäuden geleitet. Dort überträgt eine Übergabestation die Wärme aufs Heizsystem – ganz ohne eigene Heizung im Keller. Im Wärmeverbund Uster Nord stammt die Wärme aus regionalen Holzschnitzeln, die in einer Energiezentrale ver­brannt werden. Im Zentrum hingegen nutzen wir Abwärme aus Industrie und Umgebung. Diese Energie wird über ein Niedertemperaturnetz verteilt und in den Gebäuden mithilfe von Wärme­pumpen auf das gewünschte Temperaturniveau gebracht – zum Heizen, für Warmwasser oder auch zum Kühlen. So entsteht aus lokaler Energie behagliche Wärme fürs Zuhause – effizient, umweltfreundlich und zukunftsorientiert.

 

Welche Stadtteile oder Siedlungen profitieren als Nächstes von lokaler Fernwärme?

Der Ausbau läuft auf Hochtouren. Die Energie­zentrale am Gerichtsplatz ging im Sommer 2025 erfolgreich in Betrieb. Weitere Anschlüsse sind bereits im Bau oder in Planung, etwa entlang der Neuwiesen- und Wermatswilerstrasse in Uster Nord oder mit der neuen Energiezentrale auf dem Zeughausareal im Zentrum. Unser Ziel: möglichst viele Haushalte und Betriebe in den definierten Wärmeverbundsgebieten Schritt für Schritt ans Netz zu bringen.

Was begeistert Sie persönlich an diesen innovativen Wärmelösungen?

Mich fasziniert, dass wir mit jeder neuen Anschlussleitung ganz konkret zur Energiewende beitragen. Es ist sichtbar, spürbar, messbar. Ein besonderes Highlight war für mich die Optimierung der Energiezentrale im Stadtpark: Es ist ein zukunftsweisendes Projekt, das sehr gut aufzeigt, wie weit man Energieeffizienz heute treiben kann.

 

Was bringt Sie täglich aufs Neue dazu, sich für dieses Thema einzusetzen?

Hinter den Wärmenetzen stehen viele engagierte Menschen – von Fachplaner*innen und Lieferanten über Tiefbauunternehmen bis zu unseren eigenen Projektleitenden und Betriebsteams. Sie alle teilen dieselbe Überzeugung: dass wir gemeinsam eine nachhaltige Energiezukunft aufbauen können. Dieses Miteinander und der sichtbare Nutzen unserer Arbeit für unsere Kundschaft motivieren mich jeden Tag aufs Neue.

 

Was wünschen Sie sich, damit diese zukunftsfähige Lösung noch mehr Wirkung entfalten kann?

Ich wünsche mir vor allem Offenheit gegenüber Fernwärme. Je früher sich Eigentümer*innen und die Bevölkerung mit dieser Lösung befassen, desto besser können wir gemeinsam planen und die Chancen nutzen. Entscheidend ist, dass möglichst viele mitmachen – nur so wächst das Netz effizient und bleibt für alle wirtschaftlich. Gemeinsam können wir in Uster eine nachhaltige und zuverlässige Wärmeversorgung für die Zukunft schaffen.

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